Hier finden Sie die aktuellen Presseaussendungen des Österreichischen Roten Kreuzes:
Titelbild: Österreichisches Rotes Kreuz/ Ursula Fraisl ©
Digital statt Papier: Rettungsdienst setzt auf Tablets
BEZIRK GRIESKIRCHEN. Seit Mitte Dezember erfolgt die Dokumentation im Rettungsdienst nicht mehr auf Papier, sondern digital über Tablets. Das Rote Kreuz spricht von einer enormen Arbeitserleichterung und mehr Fokus auf Patient:innen.
Beim Roten Kreuz im Bezirk Grieskirchen heißt es endlich: Digital statt Papier. Seit Ende letzten Jahres setzt man dort auf elektronische Dokumentation per Tablet. Die Schulung aller freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen koordinierte Bezirksrettungskommandant Samuel Humer.
Seit Beginn des Rettungsdienstes wurde alles, was im Dienst geschieht, per Hand protokolliert. Diese Protokolle wurden anschließend digitalisiert, verrechnet und archiviert. Dies ist jetzt Geschichte. „Nun können wir transportrelevante Daten in Echtzeit erfassen und Abläufe automatisieren. Für uns ist das eine enorme Arbeitserleichterung“, freut sich Humer. Das Tablet schafft zudem eine digitale Verbindung mit der Leitstelle: „Alle wichtigen Daten, die wir vor Ort eintragen, sehen die Kollegen und Kolleginnen der Leitstelle sofort und auch wir sehen Aktualisierungen in Echtzeit, natürlich datenschutzkonform.“ All das war bisher nur mittels Anrufs oder Funkspruch möglich.
„Die Digitalisierung ermöglicht uns mehr Fokus auf die Patientinnen sowie Patienten und spart wertvolle Zeit“, zeigt sich Bezirksgeschäftsleiterin Martina Doblhofer erfreut. In Zukunft sollen auch Protokolle oder Medikamentenlisten direkt an das zuständige Krankenhaus weitergeleitet werden können. „Daran arbeiten wir auf Hochtouren“, so Humer.
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-->17.03.2026
„Der Tod gehört zum Leben.“
GRIESKIRCHEN. Das Rote Kreuz bietet ab Oktober die Ausbildung zur freiwilligen Hospizbegleitung an. Der Lehrgang bereitet Menschen darauf vor, die Lebensqualität von Schwerkranken und sterbenden Personen sowie deren Angehörige in der letzten Lebensphase zu verbessern.
In belastenden Lebensphasen fürsorglich und würdevoll zu unterstützen, ist das Ziel der Rotkreuz-Hospizbegleitung im Bezirk Grieskirchen. „Wir helfen das Leben bis zuletzt so lebenswert wie möglich zu gestalten, besuchen die Menschen in ihrer vertrauten Umgebung und gehen sensibel auf ihre Fragen, Ängste und Sehnsüchte ein. Der Tod gehört zum Leben, darüber kann man auch durchaus ehrlich sprechen“, erzählt Rotkreuz-Bezirkskoordinatorin Claudia Scheuringer-Beham. Aktuell sind sie und ihr Team aus 14 Freiwilligen für jene da, die Unterstützung brauchen. Der Fokus des Teams liegt dabei nicht auf der Heilung einer Erkrankung, sondern in der einfühlsamen Begleitung in Zeiten des Abschiednehmens und Trauerns.
„Abschied, Verlust und Trauer sind existentielle Einschnitte im Leben der Hinterbliebenen. Das Tragen dieser Last des Schmerzes und die Sinnfrage machen das Weiterleben oftmals schwierig“, weiß die Hospizkoordinatorin. Hilfe für Angehörige gibt es hier, neben persönlichen Trauergesprächen, auch durch weitere Rotkreuz-Angebote wie das Lebenscafe, Trauerwanderungen oder Vorträge. Für die zahlreichen kostenfreien Angebote braucht es jedoch auch Freiwillige – und davon gerne mehr.
Für Interessierte gibt es daher ab Oktober eine 80-stündige Ausbildung. Die Auszubildenden werden in sensiblen Themen wie Psychologie, Kommunikation, Sozialarbeit und medizinischen Grundlagen geschult, auch ethische und rechtliche Aspekte stehen im Mittelpunkt. Zur Ausbildung gehören ebenso ein Praktikum in Palliativ- oder Hospizeinrichtungen sowie eine Abschlussarbeit. Empfohlen wird die Teilnahme ab einem Alter von 25 Jahren, berufliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Details gibt es bei Claudia Scheuringer-Beham unter 0664/8234289 oder per Mail unter claudia.scheuringer-beham@o.roteskreuz.at
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--> 04.03.2026